Ausgewählte Interviews
Moniek Baumzecer
Moniek Baumzecer war ein begeisterter Sportler und wurde 1938 polnischer Jugendmeister im Boxen. Seine körperliche Stärke sollte ihm wenig später helfen, eine mehr als fünf Jahre währende Verfolgungszeit zu überleben, die er in zahlreichen Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern durchstand.
Jakob Rikleris
Der 1925 geborene Jakob Rikleris wuchs im litauischen Jurbarkas als jüngstes von fünf Kindern auf. Als die Wehrmacht 1941 einmarschierte, floh er mit dem Fahrrad Richtung Norden. An seine Heimatstadt und die während seiner Abwesenheit verübten Verbrechen zu erinnern, wurde zu seiner Lebensaufgabe.
Pnina Feiler
Pnina Feiler war 15 Jahre alt, als sie im September 1938 gemeinsam mit ihrer Mutter aus dem polnischen Lodz nach Palästina auswanderte. Dank der Unterstützung durch den zionistischen Onkel Albert Epsztajn war es ihnen möglich, Europa zu verlassen und so dem Holocaust zu entrinnen.
Sabina van der Linden- Wolanski
Die Rede, die Sabina van der Linden-Wolanski 2005 bei der Eröffnung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas hielt, bewegte nicht nur die Zuhörer – sie veränderte auch ihr eigenes Leben. Ihr Schicksal aufzuschreiben und über das Geschehene zu sprechen, wurde danach zu einer wichtigen Aufgabe.
Walter Frankenstein
Mehr als zwei Jahre lebten Walter Frankenstein, seine Frau Leonie und ihre kleinen Söhne Uri und Michael von 1943 bis 1945 als untergetauchte Juden in Berlin. Das Überleben der vierköpfigen Familie gelang durch Mut und Entschlusskraft, aber auch durch die Hilfe von einigen wenigen Deutschen.
Charlotte Kroll
Ohne Angabe von Gründen wurde Charlotte Kroll 1942 verhaftet. Ein Jahr ihrer zweijährigen Haft verbrachte sie als politische Gefangene im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Erst nach ihrer Entlassung 1944 erfuhr sie durch Zufall den Grund: sie hatte einer russischen Zwangsarbeiterin Babykleidung geschenkt.