Ausgewählte Interviews
Hedwig Brenner
Obwohl der gebürtigen Czernowitzerin Hedwig Brenner Uniformen schon immer ein Gräuel waren, wusste sie, dass sie etwas unternehmen musste, als ihr Ehemann im Sommer 1941 verhaftet wurde: Wagemutig ging sie zur deutschen Kommandantur und setzte sich für seine Freilassung ein – mit Erfolg.
Gert Lothar Schramm
Ohne den Grund zu kennen, wurde Gert Schramm als 15-Jähriger im thüringischen Langensalza von der Gestapo verhaftet. Mehr als ein Jahr verbrachte er in Haft, bevor er im Juli 1944 nach Buchenwald deportiert wurde. Trotz widrigster Umstände gelang es ihm, bis zur Selbstbefreiung des Lagers am 11. April 1945 zu überleben.
Gabriel Holzer
Gabriel Holzer, der in Deutschland Gerhard hieß, hatte viele nichtjüdische Freunde und ging gerne zum Gymnasium. Antisemitismus war ihm lange fremd. Über Nacht jedoch wurde seine Familie verhaftet und zur Auswanderung nach Palästina gezwungen, wo für ihn ein vollkommen neues Leben begann.
Simcha Malin
Seine Kindheit verbrachte Simcha Malin in Palästina und Polen. In Lodz erlebte er die deutsche Besatzung und musste im Ghetto Zwangsarbeit leisten. Zusammen mit seinem Bruder überlebte er die Haft in Auschwitz. Nach der Befreiung ging er nach Israel und lehrte Hebräisch für Einwanderer.
Ilse Heinrich
Nachdem es ihr fast ein Jahr lang gelungen war, Zwangsarbeit und Misshandlungen im Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben, kehrte die zwanzigjährige Ilse Heinrich im Mai 1945 zu ihrer Familie zurück. Doch auch dort stieß die vom nationalsozialistischen Regime als »asozial« Verfolgte auf Ablehnung.
Naftali Arjan
Als Naftali Arjan nach dem Krieg in seine polnische Heimat zurückkehrte, suchte er vergeblich nach Überlebenden seiner Familie: Fast alle waren ermordet worden. Er selbst hatte sechs deutsche Konzentrationslager und den Todesmarsch nach Groß-Rosen im Januar 1945 überlebt.