Ausgewählte Interviews
Susanna Langmann
Susanna Langmann war noch ein Kleinkind, als sie 1941 in das Ghetto von Balta ziehen musste. Auf engstem Raum lebte sie mit ihrer Familie und bessarabischen Flüchtlingen im Haus der Großmutter. Nur durch den Mut des Vaters war es möglich, dass dort ungefähr fünfzig Personen den Holocaust überlebten.
Eva Heilbrunn
Die 1931 geborene Eva Heilbrunn widmete das Interview ihrem Kindermädchen Augusta »Teta« Wilaszek. Während der Verfolgung versteckte Teta sie und ihre Schwester an unterschiedlichen Orten im Generalgouvernement und rettete ihnen dadurch das Leben.
Abraham Gafni
Bei Ausbruch des Krieges war Abraham Gafni 13 Jahre alt. Verfolgt und mehrmals festgenommen überlebte er als einziger seiner Familie alle sechs Aktionen des Reserve-Polizeibataillons 101.
Chava Livni
Als Chava Livni im Herbst 1944 nach Auschwitz-Birkenau transportiert wurde, wusste sie, was mit den dorthin Deportierten geschah. Durch den engen Kontakt des Vaters zum Widerstand hatte sie zuvor Einsicht in die so genannten Auschwitz-Protokolle. Trotz der drohenden Ermordung behielt sie ihre Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit.
Max Michelson
Max Michelson wuchs in einem deutsch-jüdischen Milieu in Riga auf. Als einziger aus seiner Familie überlebte er das Ghetto Riga und wurde nach dessen Liquidierung in die KZ Kaiserwald und Stutthof deportiert. Die Befreiung erlebte er in Magdeburg.
Ludwig Baumann
Ludwig Baumann war 19 Jahre alt, als er zur Wehrmacht eingezogen wurde. Aus Widerstand gegen den Vernichtungskrieg des NS-Regimes beging er 1942 Fahnenflucht. Er wurde zum Tode verurteilt und saß sieben Monate in der Todeszelle ohne zu wissen, dass er zwischenzeitlich begnadigt worden war.