Jerry Gerd Lindenstraus
*28.6.1928, Gussew
Ohne die nationalsozialistische Diktatur wäre Jerry Lindenstraus wahrscheinlich in seiner ostpreußischen Heimat Gumbinnen geblieben und hätte einmal das elterliche Kaufhaus übernommen. Mit der erzwungenen Emigration begann eine Reise, die ihn über Schanghai und Bogotá bis nach New York führte.
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Naftali Arjan
*5.2.1928, Krakau
Als Naftali Arjan nach dem Krieg in seine polnische Heimat zurückkehrte, suchte er vergeblich nach Überlebenden seiner Familie: Fast alle waren ermordet worden. Er selbst hatte sechs deutsche Konzentrationslager und den Todesmarsch nach Groß-Rosen im Januar 1945 überlebt.
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Gabriel Holzer
*24.11.1922, Leipzig
Gabriel Holzer, der in Deutschland Gerhard hieß, hatte viele nichtjüdische Freunde und ging gerne zum Gymnasium. Antisemitismus war ihm lange fremd. Über Nacht jedoch wurde seine Familie verhaftet und zur Auswanderung nach Palästina gezwungen, wo für ihn ein vollkommen neues Leben begann.
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Max M. Livni
*18.2.1926, Prag
»Namut«, »wir werden sterben«, war die verschlüsselte Botschaft einer Postkarte aus Auschwitz, die Max M. Livni in Theresienstadt zu Gesicht bekam. Weder er noch seine Freunde begriffen, was diese Warnung bedeutete. Der Massenmord in Birkenau ging weit über ihre Vorstellungskraft hinaus.
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