Ausgewählte Interviews
Abraham Gafni
Bei Ausbruch des Krieges war Abraham Gafni 13 Jahre alt. Verfolgt und mehrmals festgenommen überlebte er als einziger seiner Familie alle sechs Aktionen des Reserve-Polizeibataillons 101.
Naftali Fürst
Naftali Fürst sah in den 1960er Jahren in der israelischen Zeitschrift »Maariv« eine Fotografie von sich kurz nach der Befreiung in Buchenwald im April 1945. Dieses Foto führte ihn 2005 zum ersten Mal wieder nach Deutschland. Seitdem bemühte er sich verstärkt um die Erinnerung an den Holocaust.
Chanan Bachrich
Sein starker Überlebenswille gab Chanan Bachrich den Mut zur Flucht aus dem Ghetto Zamosch und die Erkenntnis, dass er nur mit der Unterstützung anderer Menschen das Kriegsende erleben würde. Durch einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn und gegenseitige Hilfe überlebte er mehrere Ghettos und Konzentrationslager.
Ingeburg G.
Nach einem misslungenen Emigrationsversuch und mehreren Jahren im Haus ihrer christlichen Tante wurde Ingeburg G. als Zwölfjährige in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort verbrachte sie fünf Monate ohne Familie. Nach der Befreiung kehrte sie zunächst in ihre Heimatstadt Erfurt zurück.
Hedwig Brenner
Obwohl der gebürtigen Czernowitzerin Hedwig Brenner Uniformen schon immer ein Gräuel waren, wusste sie, dass sie etwas unternehmen musste, als ihr Ehemann im Sommer 1941 verhaftet wurde: Wagemutig ging sie zur deutschen Kommandantur und setzte sich für seine Freilassung ein – mit Erfolg.
Valentina F.
Valentīna Freimane wuchs in einer großbürgerlichen Familie in Riga, Paris und Berlin auf. Als einzige ihrer Familie überlebte sie den Holocaust in Lettland. Nach dem Krieg etablierte sie sich in ihrer Heimat als bekannte Kunst-, Film- und Theaterwissenschaftlerin.