Ausgewählte Interviews
Kenneth James Arkwright
Kenneth Arkwright wurde im September 1944 im Alter von 15 Jahren in das Zwangsarbeitslager Grüntal deportiert. Im Februar 1945 gelang es ihm, von einem Todesmarsch zu fliehen und die letzten Kriegsmonate unter falscher Identität als Klaus Schneider auf einem deutschen Bauernhof zu überleben.
Erika Myriam Amariglio
Im Frühjahr 1943 wurde Erika A. aus Thessaloniki ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei ihrer Ankunft beobachtete sie, wie die Deutschen die mitgebrachten Familienfotos der Deportierten mit Stiefeln traten – als würden sie sie töten. Dieses Bild verfolgte sie ihr Leben lang.
Gabriel Holzer
Gabriel Holzer, der in Deutschland Gerhard hieß, hatte viele nichtjüdische Freunde und ging gerne zum Gymnasium. Antisemitismus war ihm lange fremd. Über Nacht jedoch wurde seine Familie verhaftet und zur Auswanderung nach Palästina gezwungen, wo für ihn ein vollkommen neues Leben begann.
Yehuda Bacon
Mit dem unerschrockenen Willen, sich sämtliche Details des Vernichtungsprozesses einzuprägen und im Gedächtnis zu bewahren, überlebte der Künstler Yehuda Bacon als Junge das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Nach dem Krieg machte er es sich zur Aufgabe, Dialogbereitschaft zu lernen, zu leben und zu lehren.
Karla Wolff
Durch ihre christliche Mutter geschützt, musste Karla Wolff hilflos miterleben, wie ihre Freunde und Verwandten aus Breslau deportiert wurden. Dieses Gefühl des Zurückgelassenwerdens begleitete sie ihr Leben lang.
Walter Frankenstein
Mehr als zwei Jahre lebten Walter Frankenstein, seine Frau Leonie und ihre kleinen Söhne Uri und Michael von 1943 bis 1945 als untergetauchte Juden in Berlin. Das Überleben der vierköpfigen Familie gelang durch Mut und Entschlusskraft, aber auch durch die Hilfe von einigen wenigen Deutschen.