Ausgewählte Interviews
Ilse Heinrich
Nachdem es ihr fast ein Jahr lang gelungen war, Zwangsarbeit und Misshandlungen im Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben, kehrte die zwanzigjährige Ilse Heinrich im Mai 1945 zu ihrer Familie zurück. Doch auch dort stieß die vom nationalsozialistischen Regime als »asozial« Verfolgte auf Ablehnung.
Samuel Givoni
1942, im Alter von 18 Jahren, verließ Samuel Givoni gemeinsam mit seinen Freunden aus dem Hashomer Hatzair illegal das Arbeitslager Sered. Er verbrachte drei Jahre in Verstecken bis er im Frühjahr 1945 von der Gestapo verhaftet wurde und ihm die erneute Flucht aus dem Deportationszug gelang.
Josef Muscha M.
Als Baby kam der Sinto Josef Muscha M. in eine deutsche Pflegefamilie und fand dort ein liebevolles, behütetes Zuhause. Durch seine Umwelt erfuhr er jedoch Ausgrenzung und Angriffe, die in ihm bleibende Fragen nach Zugehörigkeit und Herkunft auslösten. Mit zwölf Jahren wurde er zwangssterilisiert.
Gert Lothar Schramm
Ohne den Grund zu kennen, wurde Gert Schramm als 15-Jähriger im thüringischen Langensalza von der Gestapo verhaftet. Mehr als ein Jahr verbrachte er in Haft, bevor er im Juli 1944 nach Buchenwald deportiert wurde. Trotz widrigster Umstände gelang es ihm, bis zur Selbstbefreiung des Lagers am 11. April 1945 zu überleben.
Margit Bartfeld-Feller
Kurz vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurde Margit Bartfeld-Feller von den russischen Besatzern der Bukowina nach Sibirien deportiert. Vor allem die Erinnerung an ihre Geburtsstadt Czernowitz, in der sie früh mit Musik und Kultur in Berührung kam, ließ sie die folgenden Jahre überstehen.
Heinz Dario Salvator Kounio
Heinz Kounio wurde 1943 mit dem ersten Transport aus Thessaloniki nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er mit seinen Eltern und seiner Schwester als Übersetzer arbeiten. Die Familie überlebte die Lagerzeit dank ihrer Sprachkenntnisse und kehrte nach dem Krieg nach Thessaloniki zurück.