Ausgewählte Interviews
Zwi Steinitz
Stark geprägt durch die behütete Atmosphäre seines Elternhauses erlebte Zwi Steinitz als Kind, wie seine Welt um ihn herum zerbrach. Als Vierzehnjähriger blieb er alleine zurück, als seine Familie deportiert wurde. Einsamkeit und Ohnmacht begleiteten ihn, bis er sich in Israel ein neues Leben aufbaute.
Zvi Harry Likwornik
Zwi Harry Likwornik, 1934 im rumänischen Czernowitz geboren, war sieben Jahre alt, als er mit seiner Familie in das Ghetto Berschad kam. Er musste miterleben, wie sein vom Hunger und der Kälte völlig ausgezehrter Vater neben ihm an Entkräftung starb. Dieser Verlust begleitete ihn sein gesamtes Leben.
Naftali Fürst
Naftali Fürst sah in den 1960er Jahren in der israelischen Zeitschrift »Maariv« eine Fotografie von sich kurz nach der Befreiung in Buchenwald im April 1945. Dieses Foto führte ihn 2005 zum ersten Mal wieder nach Deutschland. Seitdem bemühte er sich verstärkt um die Erinnerung an den Holocaust.
Leon Henry Schwarzbaum
Leon Henry Schwarzbaum, geboren 1921 in Hamburg und aufgewachsen im polnischen Będzin, überlebte das KZ Auschwitz-Birkenau, Zwangsarbeit in Bobrek, das KZ Sachsenhausen und zwei Todesmärsche. Nur eine weitere Angehörige überlebte. Er wurde auf dem Todesmarsch im Belower Wald von amerikanischen Soldaten befreit.
Max M. Livni
»Namut«, »wir werden sterben«, war die verschlüsselte Botschaft einer Postkarte aus Auschwitz, die Max M. Livni in Theresienstadt zu Gesicht bekam. Weder er noch seine Freunde begriffen, was diese Warnung bedeutete. Der Massenmord in Birkenau ging weit über ihre Vorstellungskraft hinaus.
Samuel Givoni
1942, im Alter von 18 Jahren, verließ Samuel Givoni gemeinsam mit seinen Freunden aus dem Hashomer Hatzair illegal das Arbeitslager Sered. Er verbrachte drei Jahre in Verstecken bis er im Frühjahr 1945 von der Gestapo verhaftet wurde und ihm die erneute Flucht aus dem Deportationszug gelang.