Ausgewählte Interviews
Naftali Fürst
Naftali Fürst sah in den 1960er Jahren in der israelischen Zeitschrift »Maariv« eine Fotografie von sich kurz nach der Befreiung in Buchenwald im April 1945. Dieses Foto führte ihn 2005 zum ersten Mal wieder nach Deutschland. Seitdem bemühte er sich verstärkt um die Erinnerung an den Holocaust.
Erika Myriam Amariglio
Im Frühjahr 1943 wurde Erika A. aus Thessaloniki ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei ihrer Ankunft beobachtete sie, wie die Deutschen die mitgebrachten Familienfotos der Deportierten mit Stiefeln traten – als würden sie sie töten. Dieses Bild verfolgte sie ihr Leben lang.
Samuel Givoni
1942, im Alter von 18 Jahren, verließ Samuel Givoni gemeinsam mit seinen Freunden aus dem Hashomer Hatzair illegal das Arbeitslager Sered. Er verbrachte drei Jahre in Verstecken bis er im Frühjahr 1945 von der Gestapo verhaftet wurde und ihm die erneute Flucht aus dem Deportationszug gelang.
Rudolf Brazda
Rudolf Brazda war 24 Jahre alt, als er 1937 aufgrund seiner Homosexualität ins Visier der Nationalsozialisten geriet. Das Überleben der Haft im KZ Buchenwald konnte er sich nur mit dem nötigen Glück erklären, das ihn niemals verließ.
Leon Henry Schwarzbaum
Leon Henry Schwarzbaum, geboren 1921 in Hamburg und aufgewachsen im polnischen Będzin, überlebte das KZ Auschwitz-Birkenau, Zwangsarbeit in Bobrek, das KZ Sachsenhausen und zwei Todesmärsche. Nur eine weitere Angehörige überlebte. Er wurde auf dem Todesmarsch im Belower Wald von amerikanischen Soldaten befreit.
Kenneth James Arkwright
Kenneth Arkwright wurde im September 1944 im Alter von 15 Jahren in das Zwangsarbeitslager Grüntal deportiert. Im Februar 1945 gelang es ihm, von einem Todesmarsch zu fliehen und die letzten Kriegsmonate unter falscher Identität als Klaus Schneider auf einem deutschen Bauernhof zu überleben.