Ausgewählte Interviews
Pnina Feiler
Pnina Feiler war 15 Jahre alt, als sie im September 1938 gemeinsam mit ihrer Mutter aus dem polnischen Lodz nach Palästina auswanderte. Dank der Unterstützung durch den zionistischen Onkel Albert Epsztajn war es ihnen möglich, Europa zu verlassen und so dem Holocaust zu entrinnen.
Margot Friedländer
»Versuche, dein Leben zu machen«. Die Abschiedsworte ihrer Mutter, die dem Bruder nach Auschwitz-Birkenau folgte und sie in Berlin zurückließ, versuchte Margot Friedländer ihr Leben lang immer wieder neu zu deuten. Waren es grausame Worte? Oder eben der dringende Wunsch, dass sie überlebte?
Charlotte Kroll
Ohne Angabe von Gründen wurde Charlotte Kroll 1942 verhaftet. Ein Jahr ihrer zweijährigen Haft verbrachte sie als politische Gefangene im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Erst nach ihrer Entlassung 1944 erfuhr sie durch Zufall den Grund: sie hatte einer russischen Zwangsarbeiterin Babykleidung geschenkt.
Sabina van der Linden- Wolanski
Die Rede, die Sabina van der Linden-Wolanski 2005 bei der Eröffnung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas hielt, bewegte nicht nur die Zuhörer – sie veränderte auch ihr eigenes Leben. Ihr Schicksal aufzuschreiben und über das Geschehene zu sprechen, wurde danach zu einer wichtigen Aufgabe.
Naftali Arjan
Als Naftali Arjan nach dem Krieg in seine polnische Heimat zurückkehrte, suchte er vergeblich nach Überlebenden seiner Familie: Fast alle waren ermordet worden. Er selbst hatte sechs deutsche Konzentrationslager und den Todesmarsch nach Groß-Rosen im Januar 1945 überlebt.
Rudolf Brazda
Rudolf Brazda war 24 Jahre alt, als er 1937 aufgrund seiner Homosexualität ins Visier der Nationalsozialisten geriet. Das Überleben der Haft im KZ Buchenwald konnte er sich nur mit dem nötigen Glück erklären, das ihn niemals verließ.